Psychotherapie Schofer

Entspannungsverfahren

Weshalb biete ich Entspannungsverfahren an?

Kinder und Jugendliche reagieren besonders sensibel und sensitiv - und sind somit auch empfänglicher für negativen Stress. Außerdem fällt es ihnen in der Regel oft schwerer als den Erwachsenen, sich zu entspannen.

Negativer Stress besitzt eine Sogwirkung und bringt, wenn er zu lange anhält eine Störung im körperlichen und seelischen Gleichgewicht. Entspannungsverfahren geben dem Kind oder Jugendlichen die Möglichkeit, dieses Gleichgewicht wiederzufinden! Es gibt unterschiedlichste Möglichkeiten sich zu entspannen. Ich habe mich für zwei Entspannungsverfahren entschieden, die ich aus meiner bisherigen Berufserfahrung am praktikabelsten und überzeugendsten empfinde.

Autogenes Training

Das Autogene Training ist eine auf Selbstbeeinflussung (Autosuggestion) basierende Entspannungstechnik. Methoden der Entspannung und Selbstbeeinflussung waren schon im Altertum bekannt, beispielsweise in der indischen Yogalehre oder der japanischen Zen-Meditation.

Grundlage des Autogenen Trainings war die Entdeckung, dass die meisten Menschen in der Lage sind, einen Zustand tiefer Entspannung allein mit Hilfe ihrer Vorstellungskraft zu erreichen. So lässt sich beispielsweise bei Personen, die sich intensiv Wärme in ihren Armen vorstellen, tatsächlich eine Zunahme der Oberflächentemperatur messen, die auf eine Zunahme der Durchblutung zurückgeführt wird.

Progressive Muskelentspannung

Bei der progressiven Muskelentspannung (auch: progressive Muskelrelaxation oder Tiefenmuskelentspannung) nach Edmund Jacobson handelt es sich um ein Verfahren, bei dem durch die willentliche und bewusste An- und Entspannung bestimmter Muskelgruppen ein Zustand tiefer Entspannung des ganzen Körpers erreicht werden soll. Dabei werden nacheinander die einzelnen Muskelpartien in einer bestimmten Reihenfolge zunächst angespannt, die Muskelspannung wird kurz gehalten, und anschließend wird die Spannung gelöst. Die Konzentration der Person wird dabei auf den Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung gerichtet und auf die Empfindungen, die mit diesen unterschiedlichen Zuständen einhergehen.

Ziel des Verfahrens ist eine Senkung der Muskelspannung unter das normale Niveau aufgrund einer verbesserten Körperwahrnehmung. Mit der Zeit soll die Person lernen, muskuläre Entspannung herbeizuführen, wann immer sie dies möchte. Zudem sollen durch die Entspannung der Muskulatur auch andere Zeichen körperlicher Unruhe oder Erregung reduziert werden können wie beispielsweise Herzklopfen, Schwitzen oder Zittern. Darüber hinaus können Muskelverspannungen aufgespürt und gelockert und damit Schmerzzustände verringert werden.